Online-ShopProdukteRatgeber TodesfallTrauersprüche Festtage & Heilige    Unser Sortiment

Aschermittwoch

Der Aschermittwoch stellt im Christentum der Westkirche den Beginn des
40-tägigen Fastens dar und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Die Fastenzeit umfasst 46 Kalendertage und dauert bis Karsamstag, die sechs fastenfreien Sonntage (1.–5. Fastensonntag und Palmsonntag) werden nicht mitgerechnet. Die Ostkirche kennt dagegen keinen Aschermittwoch, weil ihre Fastenzeit bereits am Sonntagabend der siebten Woche vor Ostern beginnt.

Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, im Gottesdienst am Aschermittwoch die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen.

Die Bestreuung mit Asche als Zeichen der Busse findet sich bereits im Alten Testament.

Beispiele:
„Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bussgewand und setzte sich in die Asche.“ – Jon 3,6

„Ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn mit Gebet und Flehen, bei Fasten in Sack und Asche, zu bitten.“ – Dan 9,3

In der Kirche Galliens wurden – in Anlehnung an die Vertreibung aus dem Paradies – Menschen, die sich einer schweren Sünde schuldig gemacht hatten, am Anfang der Busszeit dramatisch gestaltet aus der Kirche vertrieben. Dafür zogen sie ein Bussgewand an und wurden mit Asche bestreut. Während dieser Brauch um das Ende des 10. Jahrhunderts verloren ging, setzte sich die allgemeine Aschenbestreuung durch, nachdem zunächst einzelne aus Solidarität mit den Büssern die Aschenbestreuung auf sich genommen hatten. Das erste Gebet zur Aschensegnung stammt aus dem 11. Jahrhundert, die Vorschrift, für die Gewinnung der Asche die Palmzweige des Vorjahres zu verwenden, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Auf der Synode von Benevent (1091) empfahl Papst Urban II. den Brauch der Aschenbestreuung der ganzen Kirche. Das Aschenkreuz wurde ursprünglich bei Männern auf das Haupt gestreut und bei Frauen auf die Stirn gezeichnet. Heute sind beide Formen unabhängig vom Geschlecht üblich. Mit diesem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden.

Der Aschermittwoch stellt zugleich auch das Ende der Karnevals-, Fastnachts- und Faschingszeit dar. In der Bibel wird der „fleischlich“ gesinnte dem geistlich gesinnten Menschen entgegengestellt (z. B. Röm 8,5 EU). Der auch symbolisch durch Fasten vollzogene Abschied vom Fleisch in der Fastenzeit soll helfen, sich auf das geistliche Leben und somit auf Gott zu besinnen.

Das Datum des Aschermittwoches wird, wie bei vielen Festen des Kirchenjahres, nach der Osterformel des beweglichen Osterfestes berechnet. Danach ist der Aschermittwoch am 46. Tag vor dem Ostersonntag.

Quelle: Wikipedia

Weiterreichende Informationen finden Sie unter folgenden Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Aschermittwoch